Reaktionen der Leser
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[...] In der letzen Nummer des Informator hat mich vor allem Ihre Reportage über den Besuch im Ascher Ländchen interessiert. Sie hat bei mir Erinnerungen wachgerugfen an die Jahre 1947 - 1949, in denen ich als evangelischer Pfarrer in Marienbad einmal im Monat in diese Gegend kam, um mit deutsch-tschechischen Gottesdiensten und anderen Tätigkeiten in den beiden Sprachen auszuhelfen. (Ich sang dort auch die deutsche lutherische Liturgie und war mit den deutschen Mitgliedern des zweisprachigen Prepyteriums bekannt. - In dieser Zeit überwogen bei den Gottesdiensten in Asch und in Roßbach die deutschen Gemeindeglieder. Es gab jedoch auch viele deutsche Beerdigungen.) Ich war in Asch auch gleich am zweiten Tag nach dem Kirchenbrand, den unachtsame Handwerker, die gerade Reparaturarbeiten ausführten, verursacht hatten.
Dr. Theol. Jiřií Otter, Prag 2011
[...] Jedenfalls freue ich mich, dass es einen Kreis wie den Ihren gibt und verfolge mit Anteilnahme seine Aktivitäten. Was R. M. Rilke betrifft, darf ich anderer Ansicht sein, zu einem Vortrag vor längerem las ich wohl die gleichen Quellen wie Herr Böttcher und na ja ...
Dr. Klaus Martin, Radebeul 2011
In Zum Geleit (Sonderausgabe "65 Jahre Kriegsende", Anm. d. Redaktion) stimmt der letzte Satz des 1. Absatzes so definitv nicht, denn bei uns in der DDR - ich lebe und schreibe aus Leipzig - war dieser Tag von 1967 bis 1985 sehr wohl ein staatlich verordneter und von den Roten immer mit Pomp begangener Feiertag. Uns war das wurscht, aber es gab eben doch diesen Feiertag in der DDR knapp 20 Jahre lang.
Wenn man diesen Satz liest - ich jedenfalls -, beschleicht mich dann wiedermal das Gefühl, dass man in der ehemaligen BRD doch recht wenig weiß über DDR-Sachverhalte bzw. diese auch nicht nachfragt. Was ich sagen will: man kann nicht bei allen Dingen automatisch bei "Deutschland" auch mit auf DDR schließen - generell geht das ja sowieso nicht, das ist ja ganz klar und wäre ja schlimm; aber bei bestimmten Formulierungen hat man leider als "Ostler" manchmal das Gefühl, so einfach ein bissel mit über den West-Kamm geschoren zu werden. Ich meine das keineswegs vorwurfsvoll, ich will keineswegs der DDR im Nachhinein einen Ehrenkranz flechten - um Himmels willen! -, bloß: wir lebten hier, und es gab eben auch uns, die Vertriebenen, die es nach Ostdeutschland verschlagen hatte und nicht nach Westdeutschland. Und da war eben manches - logischerweise - anders, und eben z. B. auch, dass wir hier diesen sog. Feiertag sehr lange Zeit hatten.
Mit sehr freundlichen Grüßen aus Leipzig,
verbunden mit allen guten Wünschen für das Jahr 2011
Eva Maria Hahn (geb. Halla, * 1939 in Bilin/Sudetengau)
Ihr Festtagsschreiben hat mich sehr erfreut und ich bedanke mich sehr dafür. Leider ist meine liebe Frau verstorben, nach 65 Ehejahren und das Alleinsein ist mir eine Bürde. Ich bin froh, dass unsere 4 Kinder bodenständig blieben und somit in der Nähe wohnen. Es tut mir aber echt leid, dass ich nicht mehr mittun kann, denn ich habe mich mehr als 40 Jahre der guten Zusammenarbeit unserer Nachbarn gewidmet. Ich darf Ihnen auch sagen, dass ich mich nach dieser politischen Wende im Kreis unserer Mitglieder sehr wohl gefühlt habe. Viele häßliche Vorbehalte wurden in dieser Zeit abgebaut. Das bleibt für mich eine echte Freude! Und es ist für mich ebenfalls eine Freude, wenn aus unseren Partnerstädten Mímon und Chodov, so sie in Oelsnitz sind, mich Freunde besuchen. Ich spreche sehr gern Čechisch, denn es ist, aus meiner Sicht, die schönste slawische Sprache!
Nochmals vielen Dank. Auch wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen ein gutes neues Jahr und verbleibe mit unserem bergmännischen Glückauf, bzw Ždař Bůh
Günter Schreiber, 2011
... Noch einmal vielen Dank für den Informator und so schöne Artikel.
Ihre
Paula Schmiedl, 2011
Vielen Dank für die Informator-Heftchen. Ich freue mich immer besonders, etwas aus der gewesenen alten Heimat zu hören. - Bin jetzt 89 Jahre alt und kann noch beide Sprachen, schreibe auch sehr gerne. Wünsche Ihnen ein gesundes neues Jahr 2011 mit herzlichen Grüßen
Paula Kopeček, 2011
